HC Neftenbach – Handball Züri Unterland
Die Vorfreude war riesig, die Stimmung im Team war gut – vielleicht fast schon etwas zu heiter. Und ich glaube, wir Trainer (okay… vielleicht vor allem ich 😉) waren nervöser als die Jungs.
Doch genau diese Freude brachten sie aufs Feld. Von Beginn an waren sie voll da. Nach drei starken Rückraumtoren wurde Raul früh in Manndeckung genommen. Die Reaktion? Genau richtig. Mit der Einwechslung von Noé und Iker kam neue Bewegung ins Spiel, wir spielten variabler und konnten uns erstmals mit zwei Toren absetzen.
Auch Fabio war wieder hervorragend aufgelegt und zeigte schon früh wichtige Paraden. Der Wille war deutlich spürbar – die Jungs kämpften zusammen und füreinander.
Einziger Wermutstropfen in der ersten Halbzeit: mehrere Fehlpässe, die vom Gegner clever abgefangen wurden. Trotzdem gingen wir mit einer verdienten 11:9-Führung in die Pause.
Halbzeitfazit
Die Devise war klar:
Passfehler minimieren, nach der Pause nicht einbrechen und mit derselben Intensität weiterspielen.
Es würde eine Frage der Ausdauer werden – zum Glück hatten die Jungs genügend Konditionstraining in den Beinen 😊
Nach Wiederanpfiff spielten wir zwar sicherer, doch vorne wollten die Bälle plötzlich nicht mehr wie gewohnt ins Netz. In der Defensive waren wir oft einen Schritt zu spät. Nach 40 Minuten stand es wieder ausgeglichen 15:15.
Dann kam die entscheidende Phase:
Mehrere starke Paraden von Fabio – darunter wichtige Penaltys – gaben uns neuen Schwung. Das Umschaltspiel funktionierte wieder besser, und wir konnten uns erneut mit vier Toren absetzen. Auch die Überzahlsituationen spielten wir clever aus – welche durch starker 1:1-Aktionen von Luki herausgeholt wurden.
Die Jungs pushten sich gegenseitig, feierten jede gelungene Aktion und traten – auch wenn es für uns Trainer trotzdem nervlich eine Herausforderung war – sehr souverän auf.
In der Schlussphase setzte Raul noch ein Ausrufezeichen: Vier der letzten fünf Tore gingen auf sein Konto. Spätestens da war klar, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden würden.
Am Ende sah man viele positive, zufriedene Gesichter. Nach dem Schlusspfiff konnten wir noch unser Geburtstagskind Iker feiern – und sich selber.
Sie haben es sich mehr als verdient.