Die total verrückte HCN- Hütte 2017

15.07.17Dorfet

Dorfet, irgendwann in der Nacht von Samstag auf den Sonntag.

Nach einem brütend heissen Sommertag hat sich die Luft abgekühlt. Wir schrammen knapp an einer Tropennacht herum.

Bei vielen Vereinen haben sich die Reihen gelichtet, die geschmackvoll eingerichteten und geschmückten Hütten und Zelte werden für ein paar Stunden dichtgemacht. Das festfreudige Volk zieht es auf die Gemeindewiese zum Handballclub Neftenbach. Das Motto «Die total verrückte HCN- Hütte» hat, wie DJ Schami, Tradition. Die mit viel Schweisstropfen aufgebaute Holzhütte, wo man Sitzplätze hat, bildet zusammen mit dem grossen Zelt und der stimmigen Caipi Bar einen idealen Festplatz.

Jetzt um diese Zeit ist die Menschendichte pro Quadratmeter auf 2.5 gestiegen, im Zelt und auf der Wiese drängen sich die Leute. DJ Schami gibt einmal mehr Alles, mit seiner langjährigen Routine weiss er immer genau was er wann spielen muss, das hat er einfach im Blut. Die Luft vibriert, der Bass fährt einem direkt in die Körpermitte, verschlägt einem fast die Luft. Der treibende Beat packt zu, fährt in die Glieder, man muss wippen, tanzen und sich bewegen.

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Im Zelt ist die Hölle los, der Schweiss rinnt vom Gesicht, das Kondenswasser vom Zeltdach. Jetzt ist Skihüttengaudi angesagt, jeder kennt die Texte, und die Arme nochmals in die Höhe und der Refrain mitgegröhlt. Keine Chance sich zu erholen, kaum ist ein Hit durch legt Schami gleich den nächsten auf, nur ja nicht nachlassen, schön dranbleiben, keine Schwäche zeigen, ein kurzes Cool down und nochmals einen drauf. Der DJ zeigt kein Erbarmen. Egal, Dorfet ist nur alle drei Jahre und das Leben findet jetzt statt.

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Draussen ist es etwas ruhiger, angeregte Gespräche in Gruppen und Grüppchen. Der Caipi Stand ist am Limit, das Barpersonal hat keine Zeit zum Verschnaufen, mixen, mixen und nochmals mixen. Zwei Franken pro Drink gehen für einen guten Zweck in eine Münzsäule. Schön, da kommt was zusammen.

 Die Nacht wird kühler, der Altersdurchschnitt sinkt mit der Temperatur. Ja, zur Tropennacht hat es, was die Temperatur angeht, nicht gereicht. Stimmungsmässig und vom Lebensgefühl her hat sich die Gemeindewiese während der drei Tage irgendwo in den Tropen befunden.

 Schön war’s.

 Mäde Maurhofer